Blockchain-Transaktionen sind in der Regel nicht rückholbar und lassen sich meist nicht wie Kartenzahlungen zurückbuchen. Anders als bei Kreditkarten oder SEPA-Überweisungen gibt es typischerweise keine Chargeback-Möglichkeit und keine zentrale Stelle, die einen Diebstahl unmittelbar rückgängig macht. Diese Eigenschaft macht Krypto für Anleger attraktiv – und für Betrüger ebenso.
Hinzu kommt: Viele Anfänger sind technisch überfordert, FOMO-getrieben („Fear of missing out") und vertrauen Influencern stärker als Anbietern mit nachvollziehbarer regulatorischer Einordnung. Genau diese Kombination nutzen Scammer aus.
Die häufigsten Scam-Kategorien
- Pig Butchering — Romantische oder freundschaftliche Beziehung wird über Wochen aufgebaut, dann zu einer „lukrativen" Krypto-Plattform geleitet. Anfangs gibt es echte Auszahlungen, später ist alles weg.
- Fake-Broker / Boiler Rooms — Telefon-Anrufe oder Anzeigen mit prominenten Gesichtern (Beckenbauer, Gottschalk). Dahinter stehen oft Call-Center mit eingeübtem Skript.
- Phishing — Gefälschte E-Mails oder Websites (Ledger, MetaMask, Bitpanda), die Seed Phrases oder Login-Daten abgreifen.
- Wallet-Drainer — Bösartige Smart Contracts, die beim „Verbinden" deines Wallets Berechtigungen erschleichen und alle Coins abziehen.
- Rug Pulls — Neuer Token wird gehyped, Entwickler verschwinden mit dem eingesammelten Geld.
- Fake-Support — Vermeintliche Support-Mitarbeiter in Discord, Telegram oder X melden sich „proaktiv" und fragen nach Daten.